Adlershof auf einen Blick

Adlershof ist neben Plänterwald, Baumschulenweg, Johannisthal, Niederschöneweide, Altglienicke, Köpenick, Bohnsdorf, Oberschöneweide, Alt-Treptow, Friedrichshagen, Rahnsdorf, Grünau, Müggelheim und Schmöckwitz einer der 15 Ortsteile/-lagen des Verwaltungsbezirks Treptow-Köpenick.

In nördlicher Richtung grenzt Adlershof an Niederschöneweide, östlich an Köpenick. In südlicher Richtung wird Adlershof durch Grünau und Altglienicke begrenzt, im Westen durch Johannisthal.

Mit 611 Hektar nimmt Adlershof weniger als 4% der Gebietsfläche des Bezirks Treptow-Köpenick ein (Gesamtbezirk 16.842 Hektar). Von den im gesamten Verwaltungsbezirk gemeldeten 242.000 Einwohnern leben hier lt. Einwohnerregisterstatistik vom 30.06.2013 15.604 Menschen.

Villa in AdlershofAdlershof ist im Vergleich zu vielen anderen Berliner Ortsteilen, die vorwiegend im 13. Jahrhundert bereits entstanden, verhältnismäßig jung.
Das offizielle Gründungsdatum von Adlershof ist der 14. April 1754.

Am mittleren Abschnitt des „Glienicker Weg“, ursprünglich königlicher Verbindungsweg zwischen Köpenick und Glienicke, entstand Mitte des 18. Jahrhunderts die Kolonie „Am Sueszen Grundt“ (Am süßen Grund). Die hier ansässigen acht Bündner besaßen jeweils einen Morgen Gartenland und eine Wiese von gleicher Größe.

In unmittelbarer Nähe der Kolonie wurde am 14. April 1754 das Zinsgut „Adlers Hoff“ gegründet. Das Gut besaß u.a. auch eine Maulbeerbaumplantage. Hier sollte versucht werden, die Seidenindustrie ansässig zu machen, was jedoch misslang. In den folgenden Jahren wechselte das Gut häufig den Besitzer. Während des siebenjährigen Krieges fanden Plünderungen statt.

Am 24.04.1789 wurden das Zinsgut „Adlers Hoff“ und die Bündner Kolonie „Am sueszen Grundt“ zu einem eigenständigen Gutsbezirk zusammengefasst.
1800 sind in Adlershof 65 Menschen ansässig.

Adlershof

In den folgenden Jahren wird Adlershof zum Ausflugs- und Erholungsziel vieler Bürger des nahe gelegenen und expandierenden Berlins. 1872 plant der Unternehmer Quistorp eine Villenkolonie für die betuchten Erholungssuchenden, die allerdings nicht vollendet werden soll. Nach Fertigstellung der siebten Villa ist der Unternehmer bankrott.

Als die 1867 gebaute und am Rande von Adlershof verlaufende Görlitzer Eisenbahn 1874 den „Bahnhof Adlershof“ eröffnet, ist der Grundstein für das Wachstum von Adlershof gelegt. Fünf Jahre später wird aus dem Landgut die Gemeinde Adlershof.

AdlershofDie ersten Baugrundstücke werden ausgewiesen und als erstes Unternehmen siedelt sich hier 1882 die Chemiefirma „C. A. F. Kahlbaum“ an, der viele weitere Firmen folgen sollen.

Zählt Adlershof 1885 nur 743 Einwohner, so sind es fünf Jahre später bereits 3.346 Die Gemeinde gewinnt an Bedeutung. Durch den Bau des Teltowkanals im Jahr 1906 siedeln sich südwestlich der ursprünglichen Siedlung immer mehr Firmen an und Adlershof entwickelt sich in diesem Gebiet zum Industriestandort.

Im September 1909 wird der Flugplatz Johannisthal - Adlershof eröffnet, zwei Jahre später die erste deutsche Fliegerschule. Ein weiteres Jahr später entsteht hier die Forschungseinrichtung „Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt“.

Mit der Bildung „Groß Berlin“ im Jahr 1920 wird Adlershof als Ortsteil des Verwaltungsbezirks Treptow nach Berlin eingemeindet. Seit der Gebietsreform von 2001 gehört Adlershof zum Verwaltungsbezirk Treptow-Köpenick.

Kirche AdlershofEin Zeuge vergangener Tage ist die am 17. November 1900 eingeweihte evangelische Verklärungskirche in der Arndtstraße. Sie wurde nach Plänen des Baurats H. Klutmann errichtet und zählt zu den seltenen Kirchen des Späthistorismus. Die Eingänge der Kirche befinden sich direkt unterhalb des schmalen 56m hohen Kirchturm. Das angrenzende Kirchenschiff endet in einem halbrunden Altarraum, an den sich die Kirchenräume anschließen. Die Orgel befindet sich auf der Stirnseite einer Galerie unterhalb des Kirchturms.In dem Altarraum befindet sich ein Fresko, das Jerusalem und Bethlehem unter einem Sternenhimmel zeigt; ferner finden sich hier diverse schöne und schlicht gehaltene Schnitzarbeiten. Der schöne Bau mit seinem Schieferdach bietet Platz für 1000 Besucher. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten finden hier bei großartiger Akustik auch Konzerte statt.

Im südwestlichen Teil von Adlershof, auf dem Gelände der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR entstand hier nach dessen Abwicklung die WISTA, die Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Der Wissenschafts- und Technologiepark mit nebenliegendem Medienstandort verteilt sich auf einer Fläche von 4,2 Quadratkilometern. Auf dem Gelände befinden sich neben anderen auch sechs naturwissenschaftliche Institute der Humboldt-Universität und das 1997 fertiggestellte BESSY-Synchrotron.

Das ursprüngliche Adlershof findet sich nordöstlich der Bahntrasse rund um die Einkaufsstraße „Dörpfeldstraße“, an der sich auch der Marktplatz mit dem Löwenbrunnen befindet. Alle Belange des täglichen Lebens sind hier in unmittelbarer Nähe. Die innerstädtischen Bezirke erreicht man mit verschiedenen S-Bahn- und Buslinien oder mit dem Auto über die Bundesautobahn 113 oder die Bundesstraße 96a.

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