Buckow auf einen Blick

Der Ortsteil Buckow liegt im Bezirk Neukölln, am südlichen Stadtrand Berlins.

Buckow wird durch die Gropiusstadt, die als eigenständiger Ortsteil besteht, in Buckow 1 und Buckow 2 aufgeteilt.
Der größere Teil, Buckow 1, liegt im Süden von Neukölln, begrenzt durch die Gropiusstadt in östlicher Richtung, die Tempelhofer Ortsteile Lichtenrade und Mariendorf im Westen und durch Britz im Norden.

  • In südlicher Richtung grenzt Buckow 1 direkt an Brandenburg.
  • Buckow 2 liegt etwas nordöstlicher und grenzt an Rudow, die Gropiusstadt und Britz.
strasse

Mit 833 Hektar nimmt Buckow knapp ein Fünftel der Gebietsfläche von Neukölln ein und zählte im Juni 2012 lt. Einwohnerregisterstatistik 38.692 Einwohner.

Das Dorf Buckow wird Mitte des 13. Jahrhunderts durch deutsche Siedler gegründet.
Der Name leitet sich vermutlich aus dem slawischen (Buk - die Rotbuche) ab. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich im Landbuch Kaiser Karls IV von 1375. Das Angerdorf besitzt einen „Krug" und eine Windmühle und gilt für damalige Verhältnisse als recht wohlhabend.
Französische Truppen halten das Dorf ab 1806 für vier Jahre besetzt.
1920 findet die Eingemeindung von Buckow (als Ortsteil von Neukölln) nach Berlin statt und im Jahr 1972 wird die Großsiedlung Britz-Buckow-Rudow gegründet und ihr der Name des Bauhausgründers Walter Gropius verliehen.
1962 wird mit dem Bau der Gropiusstadt begonnen, die Fertigstellung findet 1975 statt. 2002 folgt dessen Abtrennung als eigenständiger Ortsteil.

dorfkircheZu den Sehenswürdigkeiten Buckows gehört die Dorfkirche, die bereits Mitte des 13.Jahrhunderts entstand (heute Alt-Buckow 34-38) und somit eine der ältesten Kirchen innerhalb Berlins ist. Das Gemäuer besteht aus Feldsteinen, versehen mit kleinen Fenstern und einem für die Mark Brandenburg typischen massivem Torturm.
Insgesamt bietet sich ein fast festungsartiges Bild, trotz der geringen Größe des Baus.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche mehrfach umgebaut, wobei im 20. Jahrhundert bei Renovierungsarbeiten Reste von mittelalterlichen Ausmalungen zum Vorschein kamen, die heute noch besichtigt werden können. Am deutlichsten erkennbar ist eine Abendmahlszene im vorderen Teil der Kirche.
Die Kirche besitzt eine Glocke aus dem 13. oder 14. Jahrhundert, die heute, durch die lange Nutzungsdauer leicht verstimmt, nur noch als Abendmahlsglocke genutzt wird.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten Buckows zählt die Hans-Martin-Helbich-Siedlung (Buckow 1). Sie erstreckt sich von Alt-Buckow gen Süden bis zur Gerlinger Straße und befindet sich im Besitz der evangelischen Kirchengemeinde Neu-Buckow und Alt-Buckow.
Benannt wurde sie nach dem damaligen Generalsuperintendenten der evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg Hans-Martin Helbich.
Die Siedlung mit mehr als 1000 Wohnungen hat ein eigenes Einkaufszentrum mit diversen Geschäften, einen eigenen Rodelberg, Felder und Wiesen und ist somit Einkaufs- und Erholungsgebiet zugleich.

wohnsiedlung

Buckow hat viel „Grün" zu bieten. Besonders erwähnenswert ist der „Britz-Buckow-Rudow-Grünzug", der oberhalb der U-Bahn-Linie 7 verläuft. Er verbindet Britz, Buckow und Rudow und endet am Rudower Wäldchen.
Die ursprüngliche Idee dafür stammt aus der Feder des Gartendirektors Peter Joseph Lenné, der bereits 1840 einen Plan für die „projektierten Schmuck- und Grenzzüge von Berlin mit nächster Umgebung" vorlegte. Stadtweit sollten damit Erholungs- und Grünflächen für die Bevölkerung geschaffen werden, die, ausgehend von Berlins Mitte, sternförmig verlaufend angelegt werden sollten.
Diese Idee wurde 1965 wieder aufgegriffen und mit dem „Britz-Buckow-Rudow-Grünzug"
fortgeführt.

Die „Siedlung Spruch", eine in den 1990 Jahren entstandene Siedlung mit Stadtvillen (Buckow 1), wurde mit dem Architekturpreis ausgezeichnet.

Der „Landschaftspark Töpchiner Weg" (Buckow 1) ist mit seinem separat angelegten Hundeplatz ein idealer Ort für Spaziergänge mit oder ohne vierbeinigem Begleiter.

dorfteich

Durch seine Lage an der Stadtgrenze lädt Buckow zu Ausflügen in das idyllische Brandenburg ein. Zudem sind alle Belange des täglichen Lebens gut erreichbar, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

In Buckow findet alljährlich am dritten Wochenende im August das „Buckower Strohballenfest" auf dem Acker eines ortsansässigen Landwirts statt.
Die Idee dafür entstand bereits 1995. Werner Mette, einer der letzten vollerwerblichen Bauern Berlins, wollte damit gerade den Großstädtern die Landwirtschaft nahebringen.
Da dem Landwirt der Pachtvertrag gekündigt wurde, wird die Veranstaltung sich im Jahr 2013 zum letzten Mal jähren.
Auf den als Bauland ausgewiesenen Feldern soll eine „grüne" Wohnsiedlung mit hohen ökologischen Standards zu bezahlbaren Preisen entstehen.

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